Unter der testikulären Spermienextraktion versteht der Reproduktionsmediziner die ersten Schritte einer Fertilitätsbehandlung. Kurz wird das Verfahren auch TESE genannt. Dem Mann werden im Rahmen dieser Behandlung Spermien aus den Hoden entnommen, die für die künstliche Befruchtung einer Eizelle benutzt werden.

Die TESE entspricht im Grunde einer Spermiengewinnung im Rahmen einer Hodenbiopsie. Das Verfahren wird seit 1993 angewandt und findet in der Regel in Kombination mit einer kombinierten Fertilitätsbehandlung statt. Am häufigsten schließt sich an die TESE eine ICSI an, also eine intrazytoplasmatische Spermieninjektion.

Bei dieser Methode werden die Samenzellen des Mannes direkt in eine Eizelle gespritzt. Für eine fortpflanzungsrelevante Behandlung ist die sog. Reproduktionsmedizin zuständig.

Die TESE wendet sich vor allem an unfruchtbare Männer mit einer deutlichen Einschränkung der spermienspezifischen Parameter, z.B. einer Azoospermie. Bei diesem Phänomen finden sich im Ejakulat keine Spermienzellen. Auf natürlichem Wege kann der Mann die Eizelle seiner Frau also nicht befruchten.

Abhängig von dem Befund entscheidet sich das weitere Vorgehen. Findet man genügend Spermien, wird ein Teil der Gewebeprobe eingefroren, dieser Schritt ist auch als Kryokonservierung bekannt und erhält die Spermien am Leben, bis sie im Rahmen einer ICSI in eine Eizelle injiziert werden können. Der Eingriff (testikuläre Spermienextraktion) wird von uns in einem ambulanten Verfahren in Vollnarkose durchgeführt. Ein Vorgespräch in der Reproduktionsmedizinischen Praxis Herrn Dr. med. Heine, FA f. Gynäkologie, Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin, Maggistraße 5, 78224 Singen, www.endlichnachwuchs.de, wird von uns zeitnah organisiert.

Als Facharzt für Urologie und vor allem Andrologie bin ich für die Durchführung dieser diagnostischen Maßnahme qualifiziert.

Hintergrund: ICSI-Behandlung

Mit einem Beschluss vom 02.06.2017 hat der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) die Richtlinien für Paare zur Zulassung zur ICSI-Behandlung grundlegend geändert.

Waren vorher bestimmte, festgelegte Grenzwerte im Spermiogramm maßgebend, wird jetzt nur noch von einer schweren Störung der männlichen Fertilität, nachgewiesen in zwei Spermiogrammen ohne bestimmten zeitlichen Abstand gesprochen. Leider hat der BGA eine genaue Benennung einer schweren Störung aber versäumt. Gleichzeitig wurde der Vorbehalt eines Andrologen eingeführt.

Unsere Untersuchungen erfüllen alle gestellten Anforderungen und sind in geeigneter Weise weiterhin durch eine interne und externe Qualitätskontrolle überwacht.

Um die Schwere der Störung im Spermiogramm zu zeigen, führen wir eine Wahlleistung nicht nur mit funktionellen/morphologischen Untersuchungen sondern auch eine immunologische und bakteriologische/inflamatorische Diagnostik durch.

Ergänzt wird die Spermiogramm-Untersuchung, bei pathologischen Werten, durch eine sonographische, laborchemische und gegebenenfalls humangenetische Untersuchung. Sollte sich eine schwere Störung bestätigen, wird eine andrologische Begutachtung, als Zusatzvoraussetzung bei ICSI-Behandlung angeschlossen.

Als Facharzt für Urologie und Andrologie kann ich Ihnen somit diesen Service anbieten. Ich darf Sie bitten, die Paare, bei denen eine ICSI-Behandlung vorgesehen ist, über diesen Beschluss zu informieren. Gerne können wir dann zeitnah einen Termin in meiner persönlichen Sprechstunde vereinbaren.

Als besonderen Service für die zumeist berufstätigen Patienten bieten wir diese Untersuchung zu Randzeiten in meiner Sprechstunde an.

Die Termine können über unsere Praxis vereinbart werden.

Sprechstundentätigkeit

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Praxis für Urologie und Männergesundheit Singen-Hegau
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Bahnhofstr. 17
78224 Singen

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Fax: +49 7731 74849-49
E-Mail: praxis@urologie-hegau.de
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